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Schule-Wirtschaft-Kooperation: Die Toolbox

Jederzeit abrufbar – jederzeit einsetzbar!

Die Förderung der Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen ist seit vielen Jahren ein Kernanliegen von SCHULEWIRTSCHAFT. Viele Arbeitskreise vor Ort engagieren sich auf diesem Gebiet, vermitteln Kontakte und beraten beide Seiten in einer guten Umsetzung. Um Sie in Ihrem Anliegen möglichst praxisnah zu unterstützen, haben wir die online Toolbox zur Schule-Wirtschaft-Kooperation ins Leben gerufen.

Der kleine „Werkzeugkasten“ ist in gleichem Maße für Schul- wie Unternehmensvertreter geeignet.  Er richtet sich an alle Akteure, die sich in irgendeiner Form für den Erfolg von Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen stark machen. In der Regel sind das auf Schulseite Schulleiter und (Fach-)Lehrkräfte, auf Unternehmensseite Geschäfts-, Personal- und Ausbildungsleiter, sowie interessierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf beiden Seiten. Darüber hinaus sind natürlich auch interessierte Schülerinnen und Schüler sowie Eltern herzlich eingeladen in unserer Toolbox zu stöbern.

Sowohl „Einsteiger“ als auch „Fortgeschrittene“ finden darin hilfreiche Werkzeuge, die Ihnen den Start erleichtern und/ oder Sie während Ihrer Kooperation begleiten. Dabei erhebt die Toolbox nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Es werden Themen aufgegriffen, die sich in diesem Kontext im Rahmen unserer langjährigen SCHULEWIRTSCHAFT-Arbeit, als relevant erwiesen haben. Neben kurzen, inhaltlichen Hintergrundinformationen bietet Ihnen die Toolbox v.a. praxisorientierte Vorlagen, Checklisten und Formulare zum Download.

Greifen Sie sich einfach das Werkzeug, das Sie aktuell benötigen!

Schule-Wirtschaft-Kooperation: Die Toolbox

Inhalt: Werkzeuge Themen: Schlagworte


Schule-Wirtschaft-Kooperation: Die Charakteristik

Um die Partnerschaft zwischen Schule und Unternehmen professionell zu gestalten und eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu gewährleisten, sollten bereits bei der Anbahnung einige wichtige, grundlegende Kriterien beachtet werden. Folgende Merkmale sind für eine qualifizierte Schule-Wirtschaft-Kooperation charakteristisch:

  • Kontinuität – Die Partnerschaft ist längerfristig bzw. auf Dauer angelegt. Kooperationsverträge werden meist über den Zeitraum eines Schuljahres hinweg geschlossen, eine Verlängerung erfolgt i.d.R. automatisch.
  • Intensität – Die Partnerschaft ist möglichst breit in Schule und Unternehmen verankert, d.h. möglichst viele Lehrkräfte und Mitarbeiter werden für eine nachhaltige Zusammenarbeit gewonnen. Die Kooperation basiert auf einem regelmäßigen Austausch der beiden Partner und wird fortlaufend belebt, verbessert und weiterentwickelt.
  • Verbindlichkeit – Die Partnerschaft beruht auf einer schriftlichen Grundlage. Die klare Zieldefinition, die Festlegung konkreter Maßnahmen und Projekte und die Fixierung der wechselseitigen Leistungen schaffen verbindlichen Charakter. Die gemeinsame Arbeit erfolgt gleichberechtigt-verlässlich und mit Benennung  verantwortlicher Koordinatoren/ Ansprechpartner auf beiden Seiten.

Schule-Wirtschaft-Kooperation: Die Vorteile auf Schulseite

Die Frage „Was bringt uns das?“ ist bei der Anbahnung einer Partnerschaft mit einem Unternehmen durchaus berechtigt. Wer Zeit und Mittel investiert, möchte diese auch gut angelegt wissen. Möglicherweise gilt es noch Überzeugungsarbeit in Ihren eigenen Reihen zu leisten, um genügend Mitstreiter und Unterstützer für Ihr Vorhaben zu gewinnen? Oder aber Sie benötigen handfeste Argumente, um Ihr „Wunsch“-Unternehmen vom Nutzen einer Partnerschaft zu überzeugen?

An wen auch immer Sie mit Ihrem Anliegen herantreten, helfen Sie Ihrem Gegenüber den Mehrwert einer Schule-Wirtschaft-Kooperation zu erkennen und zeigen Sie ihm seine Vorteile auf! Eine erfolgreiche Partnerschaft zwischen Schule und Unternehmen zeichnet sich dadurch aus, dass beide Seiten von der Zusammenarbeit profitieren.

Den Nutzen für die Schulseite, haben wir stichpunktartig in unserer Checkliste 1 „Vorteile auf Schulseite“ für Sie zusammengefasst.
 


Schule-Wirtschaft-Kooperation: Die Vorteile auf Unternehmensseite

Die Frage „Was bringt uns das?“ ist bei der Anbahnung einer Partnerschaft mit einer Schule durchaus berechtigt. Wer Zeit und Mittel investiert, möchte diese auch gut angelegt wissen. Möglicherweise gilt es noch Überzeugungsarbeit in Ihren eigenen Reihen zu leisten, um genügend Mitstreiter und Unterstützer für Ihr Vorhaben zu gewinnen. Oder aber Sie benötigen handfeste Argumente, um Ihre „Wunsch“-Schule vom Nutzen einer Partnerschaft zu überzeugen?

An wen auch immer Sie mit Ihrem Anliegen herantreten, helfen Sie Ihrem Gegenüber den Mehrwert einer Schule-Wirtschaft-Kooperation zu erkennen und zeigen Sie ihm seine Vorteile auf! Eine erfolgreiche Partnerschaft zwischen Unternehmen und Schule zeichnet sich dadurch aus, dass beide Seiten von der Zusammenarbeit profitieren.

Den Nutzen für die Unternehmensseite, haben wir stichpunktartig in unserer Checkliste 2 „Vorteile auf Unternehmensseite“ für Sie zusammengefasst. 


Schule-Wirtschaft-Kooperation: Die Vorbereitung

Die Ziele
Schulen und Unternehmen, die eine Kooperation planen, sollten eine klare Vorstellung davon haben, was sie mit der Partnerschaft erreichen wollen. Noch bevor Sie sich auf die Suche nach einem passenden Kooperationspartner begeben, sollte geklärt sein, welche Motive Sie antreiben und wo Ihre Schwerpunkte liegen. Definieren und formulieren Sie innerhalb Ihrer eigenen Institution Ihre Ziele! Je präziser Sie diese beschreiben, umso konkretere Vorstellungen gewinnen Sie von den Inhalten einer Kooperation und von der Wahl des künftigen Partners. Eine Übersicht exemplarischer Ziele finden sowohl Schulen als auch Unternehmen in der Checkliste 3 „Kooperationsziele“.

Die Partnerwahl
Auch bei der Suche nach einem passenden Kooperationspartner gilt: Das Rad muss nicht neu erfunden werden! Erfassen Sie zunächst den Status quo und sondieren Sie Ihr Umfeld. Häufig lässt sich auf Erfahrungen zurückgreifen, die andere Schulen und Unternehmen bereits gemacht haben. Lassen sich vorhandene Strukturen an der eigenen Schule/ im eigenen Unternehmen weiter ausbauen? Kann an etablierte Kooperationsbeziehungen im näheren Umfeld angeknüpft werden? Prüfen und reflektieren Sie bestehende Verbindungen und bisherige Formen der Zusammenarbeit. Existierende Arbeitszusammenhänge, Netzwerke und Kontakte können sich bei der Partnersuche als sehr hilfreich erweisen.  Bedenken Sie bei der Wahl des Kooperationspartners, was die jeweilige Institution einbringen soll und zu leisten vermag. Werden Sie sich klar darüber, wie beide Parteien von der Partnerschaft profitieren können. Im Idealfall ergibt sich eine Win-win-Situation!
Eruieren Sie im nächsten Schritt mögliche Kooperationspartner in Ihrem Umfeld. Entwerfen Sie einen Kriterienkatalog, anhand dessen sich die Eignung potentieller Partner überprüfen lässt. Sie selbst wissen am besten, welche Vorteile  potentielle Partner mitbringen und um die jeweilige Relevanz für Ihre Kooperation. Formular 1 „Kooperationspartner eingrenzen“ unterstützt Schulen im systematischen Auswahlprozess ihres Wunschunternehmens.
Informieren Sie sich vor der ersten Kontaktaufnahme detailliert über Ihre möglichen Partner. Erstellen Sie kurze Steckbriefe, in denen die wichtigsten Daten und Fakten festgehalten werden. Nutzen Sie dazu  Formular 2 „Steckbrief Schule“ und Formular 3 „Steckbrief Unternehmen“. Sie helfen Ihnen jederzeit das Wesentliche parat zu haben.

Die Verhandlung
Die Verantwortlichkeiten für die Kontaktaufnahme, erste Sondierungsgespräche und die weitere Kontaktpflege sollten im Vorfeld geregelt werden. Unabhängig davon, ob die Initiative von Schul- oder Unternehmensseite ergriffen wird, sollte der Erstkontakt „Chefsache“  sein und über die Schulleitung bzw. die Unternehmens- oder Personalleitung angebahnt werden.

Wertvolle Tipps & Tricks zum „Kontakten“ bzw. „ Netzwerken“ finden Sie in Checkliste 4 „Kontaktaufnahme“.


Schule-Wirtschaft-Kooperation: Die Formen der Zusammenarbeit
Es gibt verschiedene Wege, wie Schulen und Unternehmen zusammenarbeiten können. Wahrscheinlich sind Ihnen bereits gute Beispiele aus Ihrer Region bekannt. Sie können als Anregung dienen, müssen jedoch nicht in gleicher Weise übernommen werden. Die gewählte Kooperationsform sollte den jeweiligen Gegebenheiten und individuellen Bedingungen der Partner entsprechen. Die Auswahl der Maßnahmen hängt davon ab, welches Ziel mit einer Kooperation verfolgt wird und welche Möglichkeiten (Zeit, personelle/ finanzielle Ressourcen etc.) den Kooperationspartnern zur Verfügung stehen.

Für Einsteiger: Einsteigern empfiehlt sich die Wahl zeitlich begrenzter Startprojekte mit überschaubarem Aufwand. Dabei geht es primär darum, Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Arbeitswelt zu ermöglichen (z.B. Betriebsbesichtigungen/ „Schnuppertage“; Unterrichtsbesuche; Azubi-Erfahrungsaustausch).

Für Fortgeschrittene: Fortgeschrittene können durchaus umfangreichere Projekte anvisieren, die mit höherer Koordinations- und Organisationsleistung einhergehen. Die Jugendlichen profitieren hier  i.d.R. von selbstorganisierten Lernprozessen am jeweiligen Lernort (z.B. Patenschafts-/Mentoren-Modelle; Praxislerntage/ Praktika; Schülerfirmen).

Für Profis: Kooperationserfahrene „Profis“ wagen sich auch an Formen der Zusammenarbeit, die über den Rahmen einzelner Aktivitäten und komplexer Projekte hinausreichen. Im Sinne einer Verantwortungsgemeinschaft gestalten Schulen und Unternehmen Bildungsprozesse gemeinsam und arbeiten beispielsweise in punkto qualitätsorientierter Schulentwicklung zusammen (z.B. jahrgangsübergreifende Verbindung von Lernen und Arbeiten; Projekt- bzw. Echtaufträge der Unternehmen an Schulen; festes Ausbildungsplatzkontingent an Absolventen der Partnerschule).

Eine kurze Übersicht bewährter und gängiger Kooperationsmaßnahmen haben wir in Checkliste 5 „Kooperationsformen“  für Sie zusammengefasst.


Schule-Wirtschaft-Kooperation: Die Vereinbarung
Immer mehr Schulen und Unternehmen gehen dazu über, ihre Zusammenarbeit schriftlich festzulegen. Partnerschaften bekommen dadurch einen offizielleren Charakter. Sobald eine Kooperation umfangreicher gestaltet werden soll, verbessert eine schriftliche Vereinbarung die Verlässlichkeit, Transparenz, Planungssicherheit und Nachhaltigkeit. Erfahrungsgemäß ist der spätere Erfolg umso größer, je konkreter die Ziele, Maßnahmen und Aufgaben festgeschrieben werden.

Fixieren Sie also die gemeinsam definierten Ziele der Kooperation und regeln Sie die jeweiligen Beiträge der Partner verbindlich im Rahmen Ihrer Kooperationsvereinbarung!
Grundsätzlich gilt: Kooperationsvereinbarungen zwischen Schulen und Unternehmen haben den Stellenwert einer Absichtserklärung. Es besteht deshalb für beide Seiten kein Rechtsanspruch auf die Erfüllung der Vereinbarung. Kooperationsverträge sind eine Art Handlungsleitfaden für die Ausgestaltung einer Partnerschaft. Sie werden i.d.R. über die Laufzeit eines Schuljahres geschlossen, verlängern sich jedoch automatisch bei ausbleibender Kündigung.

Wichtige Punkte einer Kooperationsvereinbarung sind:

  •   Ziele und Grundlagen der Zusammenarbeit
  •   Kooperationsformen
  •   Regelung der Zuständigkeit
  •   Beiderseitige Aufwendung der Ressourcen
  •   Geplante Aktivitäten und deren Umsetzungszeiträume
  •   Bilanzierung (z.B. nach dem ersten Halbjahr)
  •   Laufzeit des Vertrags
  •   Verantwortliche Ansprechpartner und Organisatorisches (Datenerfassung)
  •   Unterschriften der Kooperationspartner

Unter Vorlage 1 „Kooperationsvereinbarung“ finden Sie ein Muster.  Bei der Ausgestaltung Ihres individuellen Kooperationsvertrags können Sie sich daran orientieren und die Vorlage nach Ihren jeweiligen Bedürfnissen abändern und/ oder ergänzen.


Schule-Wirtschaft-Kooperation in der Praxis
Der Wunsch-Partner ist ausfindig gemacht und die erste Kontaktaufnahme geglückt? Auch die Verhandlungen sind positiv verlaufen und ein Kooperationsvertrag wurde bereits unterzeichnet? Herzlichen Glückwunsch! Einige wichtige Stationen auf dem Weg zu Ihrer Schule-Wirtschaft-Kooperation haben Sie bereits passiert. Was nun?
Im nächsten Schritt geht es darum, die Partnerschaft mit Leben zu füllen und auf eine dauerhafte Basis zu stellen. Dabei wird den Themenkomplexen „Kommunikation“, „Öffentlichkeitsarbeit“ und „Auswertung“ besondere Bedeutung beigemessen. Um Ihnen die Kooperationsroutine zu erleichtern, haben wir einige, wichtige Hinweise zu diesen drei Punkten zusammengefasst:

Die Praxis - Kontaktpflege & Kommunikation

Auch in der Schule-Wirtschaft-Kooperation regelt ein Vertrag allein längst nicht die Beziehung. Erfolgreiche Kooperationen sind weit mehr als reine Geschäftsverbindungen. Der Umgang beider Parteien miteinander trägt maßgeblich zum Gelingen und zur Stabilisierung der Kooperation bei. Gegenseitige Wertschätzung, Vertrauen und Verlässlichkeit, Transparenz, Konfliktbereitschaft und Lösungsorientierung sind – wie in jeder anderen Partnerschaft – entscheidende Komponenten.

  • Die Kooperation kommunizieren! Machen Sie die Kooperation hausintern in Ihrer Schule (Kollegium, Schüler, Eltern) oder in Ihrem Unternehmen (Vorstand, Abteilungen, Mitarbeiterstab) publik. Das trägt zur gemeinsamen Identifikation bei. Eine Partnerschaft, von der man nichts weiß, kann man schließlich auch nicht unterstützen!
  • Aufgaben im Team delegieren! Binden Sie bei der konkreten Ausgestaltung der Kooperation verantwortliche Kollegen mit ein und verteilen Sie Zuständigkeiten und Aufgaben auf mehrere Schultern. Das schafft Entlastung und sichert Kontinuität. Je breiter Sie sich auf beiden Seiten aufstellen, umso besser. Das Ausscheiden einer engagierten Person kann sonst leicht das Funktionieren der gesamten Kooperation gefährden.
  • Regelmäßige Absprachen treffen! Regelmäßige Absprachen sind wichtig, um Kooperationsziele zu überprüfen, gegebenenfalls Kursveränderungen vorzunehmen oder neue Aktivitäten zu planen. Beraumen Sie also Besprechungen an und vereinbaren Sie Folgetermine mit Ihrem Partner!
  • Informationsfluss garantieren! Stellen Sie sicher, dass alle Beteiligten stets auf dem gleichen Informationsstand sind. Informieren Sie Ihren Partner kontinuierlich und pro-aktiv über den jeweiligen Ist-Stand, über neueste Entwicklungen, Fortschritte und Planungen. Holen Sie sich notfalls relevante Informationen beim Kooperationspartner ein!
  • Probleme frühzeitig erkennen! Vergewissern Sie sich regelmäßig bei allen Beteiligten, dass die gemeinsamen Aktivitäten Fortschritte machen. Es braucht häufig keine längeren Besprechungen, um den „Stand der Dinge“ zu erfahren. Auch ein Austausch auf kurzem Wege hilft, dass mögliche Probleme frühzeitig erkannt und angesprochen werden. Schwerwiegendere Konsequenzen können so vermieden werden!
  • Kontinuierlich Angebote machen! Überlegen Sie, an welchen Veranstaltungen Sie Ihre Partnerschule oder Ihr Partnerunternehmen teilhaben lassen wollen. Kooperationen sollten gepflegt und nicht nur über Maßnahmenpläne, Projektziele und Meilensteine definiert werden. Anlässe, um Ihren Partner zu involvieren, gibt es sicher genügend. Oder laden Sie Ihren Kooperationspartner doch einmal ganz „zweckfrei“ zu hausinternen Veranstaltungen ein (z.B. kulturelle Schulaufführungen oder Jubiläumsfeiern im Unternehmen)!
  • Feedback geben! Melden Sie Ihrem Partner zurück, wie die gemeinsamen Aktivitäten und Maßnahmen angenommen werden. Geben Sie positive Äußerungen Dritter weiter. Sprechen Sie Punkte, die nicht optimal laufen, offen an und suchen Sie gemeinsam nach Lösungen. Drücken Sie Ihre Wertschätzung aus, indem Sie sich bei Ihrem Kooperationspartner für sein Engagement und seine Leistung bedanken. Anerkennung freut und motiviert jeden!

Die Praxis - Öffentlichkeitsarbeit (PR)

Auch eine öffentlichkeitswirksame Berichterstattung trägt zur Vertiefung der Partnerschaft bei. Sie, Ihre Kollegen und Ihr Partnerunternehmen/ Ihre Partnerschule haben bereits viel Zeit und Energie in Ihr Kooperationsvorhaben gesteckt. Es wäre doch schade, wenn niemand darüber berichtet. In Zeiten von Bildungsdebatten und Fachkräftemangel zeigen sich auch die Medien der Thematik gegenüber aufgeschlossener denn je. Schule-Wirtschaft-Themen liegen im Trend!

  •  Überlegen Sie, wer von Ihnen den besseren Draht zu den regionalen und/ oder lokalen Medien hat und bahnen Sie Pressekontakte über diesen Kanal an. Laden Sie Pressevertreter zu Ihren gemeinsamen Aktivitäten ein!
  • Entscheiden Sie, zu welchem Anlass Sie Medienvertreter einladen möchten (z.B. feierliche Unterzeichnung des Kooperationsvertrages, konkrete Kooperationsmaßnahmen wie Betriebsbesichtigungen o.ä., gemeinsame Veranstaltung). Finden Sie einen guten „Aufhänger“ für eine Berichterstattung!
  • Vielleicht gelingt es Ihnen, eine Person des öffentlichen Interesses zu diesem Anlass zu gewinnen? Die Teilnahme eines offiziellen Vertreters (z.B. Bürgermeister, Stadt-/Landrat) oder VIP´s erhöht die Attraktivität Ihres Vorhabens bei der  Presse und damit Ihre Chancen auf eine Berichterstattung!
  • Erstellen Sie einen Presseverteiler, der die Medienlandschaft in Ihrer Region abdeckt. Konzentrieren Sie sich dabei auf die für Sie relevanten Medien. Eruieren Sie zuständige Ressorts und die Namen der verantwortlichen Redakteure. Adressieren Sie die Presse immer so direkt wie möglich!
  • Hilfe holen ist erlaubt! Viele Arbeitskreise SCHULEWIRTSCHAFT pflegen enge Kontakte zu Pressevertretern. Es lohnt sich deshalb, auch in den Arbeitskreisen in Ihrer benachbarten Umgebung nachzufragen. Die meisten größeren Unternehmen verfügen über eine eigene PR-Abteilung, doch auch kleinere Betriebe können häufig einen Ansprechpartner in Belangen der Öffentlichkeitsarbeit benennen. Hier kann Ihnen sicher mit Kontakten weitergeholfen werden!
  • Versenden Sie Ihre Presse-Einladungen mit genügend zeitlichem Vorlauf und fügen Sie weitere relevante Informationen bei (z.B. Veranstaltungsprogramm, Flyer, Factsheet zu Ihrer Kooperation). Zwei Tage vor dem konkreten Termin sollten Sie noch einmal telefonisch in den Redaktionen nachfassen!
  • Pressevertreter vor Ort gilt es professionell zu betreuen. Diese Aufgabe sollte jemand übernehmen, der zu allen Fragen der Kooperation/ der konkreten Maßnahme Auskunft geben kann. Bereiten Sie sich darauf vor, wie Sie auch zu kritischen Punkten Stellung beziehen können!
  • Stellen Sie sicher, dass Sie Belegexemplare der erschienen Artikel und Mitschnitte der Sender erhalten. Sammeln Sie die Clippings und erstellen Sie eine Medienresonanz. Sie wird Sie beim weiteren – internen wie externen – Marketing  Ihrer Kooperation unterstützen!

Die Praxis - Evaluation & Dokumentation

Der Einsatz, das persönliche Engagement der Beteiligten ist unverzichtbar für den Erfolg einer Kooperation. Abgesehen davon lohnt es sich, für ein sorgfältiges Qualitätsmanagement zu sorgen. Vereinbarte Kooperationsziele gehören nach einer gewissen Zeit auf den Prüfstand. Beide Partner sollten Ziele und Wege zur Zielerreichung nochmals kritisch betrachten und ggf. neu ausrichten.

Zur abschließenden Bewertung jeder durchgeführten Maßnahme im Rahmen Ihrer Kooperation, ist die direkte Rückmeldung aller Beteiligten unabdingbar. Erheben Sie die zur Evaluierung notwendigen Daten anhand von Feedbackbögen. Der Grad des Erfolgs Ihrer Aktivitäten ist anhand dieser Datenbasis gut darstellbar. Je nach Zielgruppe dienen unterschiedliche Auswertungsinstrumente als Hilfsmittel. Wählen Sie beispielsweise  Formular 4 „Schüler-Rückmeldebogen“ oder Formular 5 „Projekt-Bericht Schüler“ um den Erfolgswert Ihrer Maßnahmen bei der Zielgruppe „Schüler“ zu ermitteln. Die Formulare stellen lediglich Beispiele dar. Selbstverständlich lassen sie sich für jede beliebige Zielgruppe bzw. Maßnahme entsprechend modifizieren.

Wenn die Kooperation noch  jung ist, sich Schule und Unternehmen also noch nicht lange kennen, sollten Sie spätestens nach einem halben Jahr gemeinsam mit Ihren Partnern eine erste Zwischenbilanz ziehen. Bei Kooperationen, die bereits gefestigt sind, können diese Bilanzierungen in längeren Zeitabständen stattfinden. Als Grundlage für den „Blick zurück“ kann unser Formular 6 „Logbuch Kooperation“ dienen. Es ist ein hilfreiches Instrument, um den Verlauf der Partnerschaft zu dokumentieren. Durch stichpunktartige Einträge in regelmäßigen Abständen werden alle wesentlichen Informationen zu einer Maßnahme übersichtlich festgehalten. Die jeweilige Aktivität, verantwortliche Ansprechpartner, Besonderheiten während der Umsetzung und die Ergebnisse sind auf einen Blick verfügbar!

Werfen Sie im Rahmen der Bilanzierung auch einen Blick auf die Prozesse der Zusammenarbeit. Was läuft rund? Wo entstehen Reibungsverluste? Die Überprüfung der Abläufe und natürlich die Auswertung der Kooperationsergebnisse, sorgen nicht nur für Prozessoptimierung und Anhebung der Qualitätsstandards sondern sichern auch die Kooperation im Ganzen!

Auf Basis der Auswertungsergebnisse sollte ein kurzer Bericht verfasst werden. Dort werden sowohl Vorhaben und Ziele benannt, als auch der Erfolg mit den entsprechenden Erfolgskennziffern festgehalten. Die Dokumentation bildet eine gute Grundlage für Ihr Strategiemeeting zum Thema „Verlängerung der Kooperation“!

 

 

 

 

 

 


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