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Die Gewinner 2009

Wettbewerb SCHULEWIRTSCHAFT-Aktiv

1. Platz: „Das Schülerpatenprojekt Pegnitz“, Preisträger: Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Pegnitz
 „Gemeinsam gestalten wir die individuelle Zukunft der Patenschüler, aber auch die wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft am Standort Pegnitz mit“, so steht es in der Projektdokumentation geschrieben. Damit wird nicht nur Bezug zu den Leitsätzen von SCHULEWIRTSCHAFT genommen, sondern auch zu zwei aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen:

• der Frage der Nachwuchssicherung für die Wirtschaft
• der Frage der individuellen Perspektive eines gelingenden Übergangs von der Schule in das Arbeitsleben für junge Menschen

Nach intensiver Diskussion im Netzwerk wurde das Pegnitzer Patenprojekt entwickelt und zunächst in einem Pilotdurchgang erprobt. 12 Paten haben bisher 24 Schülerinnen und Schüler auf dem Weg in die Arbeitswelt begleitet - und das sehr erfolgreich, denn fast alle Jugendlichen konnten in einen Ausbildungsplatz vermittelt werden.

Was ist das Besondere an diesem Projekt, dass es hier mit dem ersten Platz ausgezeichnet wird? Es sind drei Gründe:

1.Senioren werden aktiv für Jugendliche gewonnen.
Der Arbeitskreis beschreibt dies wie folgt: „als mehrere agile Führungskräfte der KSB AG aus dem aktiven Berufsleben ausschieden, wurde die Idee geboren, deren Potentiale zugunsten der Schüler/innen der Hauptschule zu nutzen, denn Ruheständler verfügen über zeitliche Ressourcen, ein Netzwerk, Erfahrung und sie sind offen für neue Aufgaben.
2.Das gelebte Netzwerk.
Überall scheiden Führungskräfte aus dem Arbeitsleben aus – und überall gibt es Schülerinnen und Schüler, die eine zusätzliche Begleitung auf dem Weg in die Arbeitswelt brauchen. Dass dieses Projekt in Pegnitz entwickelt wurde, ist auf gelebte SCHULEWIRTSCHAFT Arbeit zurückzuführen. Sowohl bei der Ideenfindung als auch bei Konzeption und Umsetzung waren und sind die unterschiedlichen Akteure mit Ihren unterschiedlichen Kompetenzen und Ressourcen eingebunden.
3.Reflexion und Weiterentwicklung.
Nach dem Pilotdurchgang wurden das Ergebnis analysiert und die Schüler, Paten und Lehrkräfte befragt. Basierend auf diesen Erkenntnissen wurden Verbesserungspotentiale ausgelotet und das Konzept weiterentwickelt.
4. es wird weiter gearbeitet. 
Der Arbeitskreis entwickelt aktuell Ideen, wie das Modell auf andere Schulen und Unternehmen der Region übertragen werden kann.

Das Projektplakat finden Sie hier.


2. Platz: „Ich will einen Ausbildungsplatz! – Was muss ich tun?“, Preisträger: Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Schweinfurt
Berufswegeplanung ist Lebensplanung! … und Mütter und Väter nehmen eine Schlüsselrolle bei der Berufswahl ihrer Kinder ein. Diese Erkenntnis war Ausgangspunkt für den eingereichten Beitrag des Arbeitskreises SCHULEWIRTSCHAFT Schweinfurt. Die Berufswahlkompetenz zu erhöhen und gleichzeitig über berufliche Perspektiven und das Ausbildungsplatzangebot in der Region zu informieren, war das Ziel. Vor diesem Hintergrund wurde ein Veranstaltungskonzept unter dem Titel „Ich will einen Ausbildungsplatz! – Was muss ich tun?“ entwickelt und in der Region Schweinfurt im vergangenen Jahr bereits sechs mal in unterschiedlichen Formaten umgesetzt.  In diesen Veranstaltungen werden Jugendliche und Eltern darüber informiert, was bei der Berufswahl sowie für eine erfolgreiche Bewerbung erforderlich ist, wo Informationen zu finden sind und wie es mit Ausbildungsplätzen in der Region aussieht. Es wird nicht nur informiert, sondern vor allem zum Handeln motiviert.

 Was ist das Besondere an der Veranstaltung:

1. Die Zielgruppe: Mit der Veranstaltung sollen Eltern sowie Schülerinnen und Schülern gemeinsam angesprochen werden und mit Vertretern der Wirtschaft in Kontakt gebracht werden.  Auch Lehrkräfte sind eine wichtige Zielgruppe. Eine   Lehrerfortbildung für Referendare und Junglehrer in der Region ist geplant.
2. Die Verankerung im Netzwerk vor Ort: Es wird sehr deutlich, dass hier ein aktiver Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT hinter der Veranstaltung steht, der die Akteure in der Region kennt und zusammenbringt. So gelingt es tatsächlich, die angestrebte Zielgruppe zu erreichen.
3. Gelebte Zusammenarbeit über Branchengrenzen hinweg: die Ausbildungsexperten eines Industrieunternehmens und der Handwerkskammer engagieren sich nicht nur im Arbeitskreis sondern führen auch gemeinsam durch die Veranstaltung. Dies – wie auch der starke Praxisbezug - wurde von den Schulen und den Teilnehmern besonders positiv bewertet.
4. Die Übertragbarkeit: In der Dokumentation werden bereits die Grundlagen gelegt, damit andere Arbeitskreise das Konzept übernehmen können.

Die Mitglieder des Vorstandes des Schweinfurter Arbeitskreises SCHULEWIRTSCHAFT, Frau Barbara Gerber, Frau Veronika Klose und Herr Roland Maul haben diesen Beitrag gemeinsam eingereicht.


3. Platz: „Mach drei KU“, Preisträger: Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Kulmbach
Wie gelingt es einem Arbeitskreis Jahr für Jahr den sich ständig wandelnden Herausforderungen erfolgreich zu begegnen? Nur mit der durchdachten Kombination und im konstruktiven Miteinander auf allen Ebenen ist dies möglich. Zu diesem Schluss kommt der Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT in Kulmbach und stellt mit seinem Wettbewerbsbeitrag „Mach drei KU“ – sein Erfolgsrezept mit drei zentralen Mosaiksteinen vor.

Lassen Sie uns auf diese Mosaiksteine blicken:

• Da ist der Ausbildungspreis, der als „Zugpferd“ bezeichnet wird und hohes Ansehen im Landkreis hat. Mit wenig Mitteln und großer Wirkung werden hier Unternehmen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für Ausbildung engagieren.
• Die ständig weiterentwickelte Ausbildungsmesse in diese ist der Preis Integriert. Die Messe die sich als „Tor ins Berufsleben“ zu einem festen Bestandteil in der Kulmbacher Berufsorientierung entwickelt hat. Sie ist gleichzeitig wichtiger Nachwuchsmarkt für Unternehmen, inzwischen stellen 70 Firmen hier aus. Innovativ wird immer wieder nach Neuem gesucht – so steht sie zum Beispiel in diesem Jahr unter dem Schwerpunktthema Umwelt und Energie.
• Das Hausaufgabenheft für die Schüler der letzten beiden Jahrgangstufen ist ein weiterer Mosaikstein. Mit ihm werden Infos, Tipps und Tricks rund um Berufsorientierung, Angebote und Möglichkeiten der Ausbildung in der Region direkt an die Jugendlichen transportiert. Für Schüler kostenlos, für Firmen attraktiv, für die Schule sinnvoll, wird diese Idee inzwischen von anderen oberfränkischen Arbeitskreisen aufgegriffen. In Kulmbach wird damit ein weiterer Mosaikstein gelegt.
• Aktivitäten und Außendarstellung des Arbeitskreises SCHULEWIRTSCHAFT ist ein weiterer Aspekt, ein ganzes Spektrum an Veranstaltungen wird dargestellt.

Es wird sehr deutlich wird, dass hier keine Einzelaktivitäten nebeneinander stehen, sondern eine sinnvolle und durchdachte Kombination gelebt und ständig weiterentwickelt wird. Die Basis dafür ist ein starkes Netzwerk mit 20 jähriger Kontinuität, regionaler Verankerung und Aktivitäten mit Nachhaltigkeit und vielen wichtigen Partnern. Ohne die Bayerische Rundschau als Medienpartner, wäre z.B. kein Ausbildungspreis möglich. Die aktive Unterstützung des Landkreises ist selbstverständlich, alle Unternehmen, Verbände und Institutionen der Region werden auf vielfälitge Art und Weise mit den 3 KU erreicht und für Aktivitäten gewonnen.

Den Beitrag als Plakat finden Sie hier.


Sonderpreis „Anerkennung von Sozialem Engagement von Hauptschülerinnen und Hauptschülern“, Preisträger: Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Miltenberg 

Der Arbeitskreis in Miltenberg hat sich mit den Leitsätzen von SCHULEWIRTSCHAFT auseinandergesetzt und ein Anliegen in besonderer Weise herausgegriffen – „Wir eröffnen Perspektiven“, „Den jungen Menschen Zukunfts- und Lebenschancen zu eröffnen, muss zentrales Anliegen gesamtgesellschaftlicher Verantwortung sein“ , so steht es in der Dokumentation des Wettbewerbsbeitrags.

Im Arbeitskreis wurde das pauschal schlechte Image von Hauptschülern festgestellt und es wurde diskutiert, wie deren Chancen auf einen Ausbildungsplatz verbessert werden können. So wurde die Idee der Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement entwickelt. Ausgezeichnet wurden Schülerinnen und Schüler,„die sich über das Pflichtpensum hinaus aktiv in das große Feld Sozialleben in und um die Schule einbringen“.

Eine Ausschreibung wurde an alle Hauptschulen der Region versandt und nach sorgfältiger Auswahl 30 Schülerinnen für die Auszeichnung ausgewählt, darunter ein hoher Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund. Die Idee dahinter war nicht nur, die engagierten Schüler weiter zu motivieren, sondern Ihnen auch mit der Urkunde „etwas an die Hand zu geben“, das in ihrer Bewerbungsmappe „Durchschlagskraft“ entwickelt. Deshalb wurde aktiv Öffentlichkeitsarbeit betrieben und der Landrat als Schirmherr und Hauptunterzeichner der Urkunde gewonnen. Nicht zuletzt wurde die Auszeichnung bei einer Veranstaltung in einem feierlichen Rahmen mit vielen Gästen, auch aus der Wirtschaft übergeben.
Was wurde erreicht? Bereits bei der Veranstaltung gab es positive Rückmeldungen Unternehmern gegeben, die einen „neuen Blick“ auf die Hauptschüler an den Tag legten. Das Ergebnis: Der Stolz der Eltern „sei mit Händen zu greifen“ gewesen. Vor dem Hintergrund dieses Erfolges soll die Auszeichnung durch den Arbeitskreis in Miltenberg nun jährlich vergeben werden.

Das Plakat des Beitrages finden Sie hier.
Einen Beitrag von den Schulreportern der Barbarossa Hauptschule finden Sie hier.


Auch die anderen Wettbewerbsbeiträge finden Sie online hier.